Nina Prinz

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27.01.2009 15:56 Alter: 10 yrs

"Kleiner" Ausflug nach Sydney (Australien) zur Präsentation der neuen R1 und XJ6 (Diversion)


Vom 11.-17.01.09 hat mich Andreas Illg (Geschäftsführer von „MO“) zur Präsentation der neuen XJ6 (Diversion) und YZF-R1 geschickt.

Wow, einfach klasse… das ganze Packet! Austalien, die schönste Stadt der Welt (Sydney) und dann auch noch in Eastern Creak die nagelneue R1 probefahren. Ja, ja und nicht zu vergessen die XJ6 durfte ich auch noch durch den Australischen Schwarzwald spazieren fahren.

Der Flug dorthin ist schon sehr anstrengend. Mit 22 Stunden Flugzeit und Zwischenstopp in Hong Kong wurde die Reise recht langwierig. Aber sobald man die schöne warme Sonne Australiens fühlen und sehen kann, sind alle Strapazen vergessen. Die Sonne tut soooo gut wenn man aus dem bis zu -20 C° kalten Allgäu kommt.

Während dem Flug hatte Karlheinz Vetter (der zuständige für Presse und Vermarktung bei Yamaha Deutschland) schon seine Journalisten-Reisetruppe zusammen getrommelt. Sechs Journalisten aus ganz Deutschland und ich (der Journalist schlechthin!!! J ). Etwa eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt war unser Hotel… der Brüller, direkt am Wasser und einen Katzensprung von der Harbour Bridge und dem Opernhaus entfernt. Toll, einfach nur toll was ich da wieder erleben durfte.

Ankunftszeit im Hotel war so gegen 22 Uhr Australische Zeit. Ich habe mich gleich ins Bettchen gemacht, damit ich schön ausgeschlafen in den freien morgigen Tag starten konnte. Ich war schon früh wach und um 9 Uhr verabredeten wir uns im Hoteleingang, damit wir geschlossen einen schönen Stadtrundgang machen können. Wir schauten uns die riesige, komplett aus Stahl gebaute Harbour Bridge und das gigantische Opernhaus an.  Danach gab es eine Rundfahrt mit dem Schiffchen, wir bestaunten gigantisch große Schiffe und Tanker, schauten uns in einem riesigen Aquarium reichlich Meeresbewohner an und zu guter letzt haben wir ein paar der Meeresbewohner bei einem Chinesen verspeist! Und Ruck – Zuck war der Tag vorbei…

Um 18 Uhr hatten wir uns alle noch schön die Präsentation und alles Wissenswerte über die neue XJ6 (Diversion) von Yamaha angehört. Ein tolles Motorrad, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis echt passt. Am Tag darauf war es dann soweit. Wir wurden endlich auf die feinen XJ6en losgelassen. Mann machte das Spaß, wie handlich und unkompliziert sie sich durch die Kurven schlängeln ließ. Die Bremsen sind nicht zu bissig und schön zu dosieren. Die Balance des Motorrades ist nicht zu hart und absolut komfortabel. Über Bodenwellen oder Unebenheiten auf der Straße macht sich die XJ6 überhaupt keine Sorgen. Auf der Landstraße kennt die kleine 6er keine Grenzen und vermittelt mit ihrer niedrigen Sitzposition absolute Sicherheit. Lediglich wenn man etwas größer gewachsen ist wünscht man sich etwas mehr Beinfreiheit. Mit der einfach variierbaren Lenkerposition kann man sich das Motorrad noch exakter auf seine eigenen Bedürfnisse einstellen. Das Getriebe und auch die Kupplung lassen sich sehr leicht bedienen, der Gangwechsel passiert Butterweich. Der 600er Motor ist die absolut richtige Wahl für solch ein zierliches, aber kraftvolles Motorrad. Ich denke durch den hohen Wohlfühlfaktor wird man mit der XJ6 manchen Supersportler schon etwas Paroli bieten können.

Nach etwa 230 km Australischen Schwarzwaldes, Kaffeetrinken, Mittagessen und 2 Fotoshootings war dann auch dieser für Australische Verhältnisse sehr heiße Tag vorbei. Doch das Wetter meinte es am nächsten Tag noch besser mit uns…

Heute geht es endlich, nach 2 Monaten Rennstreckenabstinenz, wieder auf die Rennstrecke nach Eastern Creak. Juhu… und das auch noch mit der „HAMMER GEILEN“, brandneuen YZF-R1!!! Nach ner dreiviertel Stunde Fahrt vom Hotel zur Strecke stiegen alle aus dem Bus aus.  Morgens um 9 Uhr wurden wir von der knallenden Sonne Australiens freundlich und fast schon drückend begrüßt.  In einem vollklimatisierten Raum wurden uns dann die Features und die Neuigkeiten der R1 vorgestellt. Wir waren alle natürlich sehr auf die Charakteristik des neuen Yamaha-Motors gespannt und auch die verbesserte, variierbare und kompaktere Sitzposition versprachen ein anderes Fahrgefühl. Komfortabler aber trotzdem viel Sportlicher als die „alte“. Schon alleine wegen der veränderten Rahmenbauweise und den in der Tiefe versetzten Schwerpunktes. Dies verspricht mehr Stabilität und mehr Handlichkeit. Der Radstand wurde auch um 5 Millimeter verkürzt…

Ich habe es kaum erwartet endlich auf dem Bike zu sitzen, um zu testen wie gut wir zwei miteinander klar kommen. Ja ich fragte mich ob wir uns mögen werden. 2009 wird ein wichtiges Jahr für uns beide.

Endlich ging es los, wir wurden auf die Strecke gelassen. 2 Runden hinter Jeffrey de Fries, er war unser Instruktor für 2 Runden, und dann wurden wir losgelassen. Wow, was für ein toller Sound… Klasse einfach nur Klasse! Ich musste mich erst mal mit der Rennstrecke anfreunden, ja das war mein größtes Problem. Denn die R1 machte überhaupt keine Zicken, sie machte brav das was ich wollte. In den ersten paar Runden verzieh sie mir jeden Fehler. Und ich konnte in aller Ruhe meine Ideallinie aussuchen, sie fuhr genau dahin wo ich es wollte. Schnelles Umlegen in den Schikanen war überhaupt kein Problem und mit dem niedrigen Schwerpunkt geradezu einfach. Schalten ließ sie sich auch ganz toll. Was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, war die Ganganzeige. Denn ich bin einer der Typischen Rennfahrer, der nie sagen kann in welchem Gang er gerade fährt. Ich kann Dir nur sagen wie oft ich runter oder hoch schalte.

Die Bremsen sind auch wieder so wie schon bei der „alten“ hervorragend zu dosieren und absolut kraftvoll. Bei den drei verschiedenen Kennfeld-Modi kann man spürbar Unterschiede feststellen. Immer wenn die Zündung aus war, geht die R1 automatisch wieder in den Standart-Mode, der ein Optimum an Allround-Leistungsfähigkeit frei macht. Der A-Mode ist dann schon etwas aggressiver und man spürt deutlich, dass dieser Mode für die Rennstrecke konzipiert wurde.  Und mit dem B-Mode ist die Starke R1 sehr zahm und hat ca. 6 PS weniger Leistung. Das ist aber nur eine Auswirkung des veränderten Kennfeldes und war keine Absicht.

Durch die sehr heißen Temperaturen (ca. 43°C) waren die Standard-Michelin-Reifen schon etwas schmierig. Dadurch konnte man aber schön ausprobieren, was sie R1 jetzt an Traktionsgefühl am Hinterrad rüber bringt. Ich war wirklich sehr überrascht, welch ein gutes und sicheres Gefühl ich in eine paar Runden fürs Hinterrad entwickelt habe. Das Drehmoment gerade in den unteren und mittleren Drehzahlen ist schon sehr spürbar aber wirklich leicht zu dosieren und handeln! Ich hoffe dass das gerade mich auf der Rennstrecke weiterbringt, denn beim Beschleuniger aus den Kurven heraus habe ich letztes Jahr die meiste Zeit liegen gelassen.

Das Fahrwerk wird uns bei der Neuen auch keine Probleme machen, da hat Yamaha wirklich ganze Arbeit geleistet. Vielleicht ist die Gabel etwas zu weich (nur für die Rennstrecke!), denn gerade beim in die Kurven fahren war sie für meine Ansprüche etwas zu unruhig und mir fehlt ein wenig das Gefühl fürs Vorderrad. (Ich denke aber, dass die heißen Temperaturen und die Standard Reifen auch eine Rolle spielten!). Aber dafür ist sie umso stabiler in der Kurve und in der Beschleunigungsphase. Die R1 wird ja mit Michelin und Dunlop Reifen ausgeliefert, wir sind in Australien nur mit Michelin Reifen gefahren. Ich währ gerne zum Vergleich auch mit Dunlop gefahren. 

Es ist schon toll wie viel Rennsport in diesem Motorrad steckt… Und der Sound und das tolle Drehmoment sind mir wirklich prägend in meinem Köpfchen geblieben.

Ich freu mich auf Dich, wir werden gut miteinander klar kommen.