Nina Prinz

< Yamaha rettet betrogenen Teambesitzer
07.04.2008 10:02 Alter: 10 yrs

Brainstorming mit Jack Daniels


Von Jörg Teuchert 02.04.2008 11:44:19

 

 

Letzten Donnerstag bin ich ins sonnige Spanien geflogen, um einer Einladung von Yamaha Europe zu folgen. Eingeladen waren alle Kit Parts Partner, daher durfte auch ich dabei sein.

 

Am Mittwochnachmittag war ich aber noch mit meiner Tochter Sina unterwegs. Hier war alles verschneit, ideal für eine Runde Schlitten-Fahren.Mit dem Test in Valencia war ich soweit ganz zufrieden. Es war das erste Mal, dass wir vollzählig unterwegs waren. Auch Nina Prinz und Andrzej Pawelec waren dabei. Nina kenne ich schon ein paar Jahre. Jeder hatte seine eigene Mechaniker-Crew, alles lief reibungslos.Da ich an den offiziellen Dunlop-Tests vor 14 Tagen nicht teilnehmen konnte, wurden extra zwei Jungs aus England bei uns vorbeigeschickt. Die zwei haben wirklich viele Reifen angeschleppt. Doch schon beim Test vor zwei Wochen hatte man eine Vorauswahl getroffen, ich konnte also gleich richtig loslegen. Dunlop gibt sich wirklich Mühe. Man merkt, dass sie eine professionelle Zusammenarbeit anstreben. Einige der Mitarbeiter kenne ich noch aus meiner Supersport-WM-Zeit. Und die zwei Engländer, die in Valencia arbeiteten, stehen quasi neben dem Ofen, in dem die Dinger gebacken werden. Die Yamaha hatten wir bereits beim Test in Cartagena sehr gut abgestimmt. Doch am vergangenen Wochenende passte das Set-up nicht hundertprozentig. Unser Fahrwerksmann war leider nicht vor Ort, und wir wollten nicht einfach alles sinnlos verstellen. Wir haben nur kleine Veränderungen vorgenommen. Natürlich misst man sich an den Zeiten aus der Superbike-WM. Meine Zeit von vor drei Jahren habe ich erreicht, aber ich dachte, es geht noch schneller. Aber dann hätten wir wohl intensiver mit dem Fahrwerk arbeiten müssen. Bei unserem Abschlusstest auf dem Eurospeedway Lausitz ist der Fahrwerksmann wieder vor Ort.In Valencia habe ich von der ersten Runde an rein gehalten wie ein Ochse, die Strecke kenne ich gut. Aber es war sehr heiss, hinterher taten mir die Hände und Unterarme weh. Ich wollte schnell auf eine 1:40er-Zeit kommen, sonst hätte ich den ganzen Tag schlechte Laune gehabt.Im Team um Chef Michael Galinski gilt die eiserne Regel, dass jeder Fahrer pro Sturz eine Flasche Jack Daniels in der Chefetage abgeben muss. Nina ist schon zwei Flaschen schuldig. Sie ist in Misano einmal kurz ausgerutscht, hier in Valencia hat sie ein wenig überbremst. Andrzej Pawelec ist beim Anbremsen der Spitzkehre abgeflogen. Vielleicht hat auch der heftige Wind eine Rolle gespielt. Den Wetteinsatz darf Galinski natürlich nicht für sich behalten. Es wird brav geteilt, das Ganze läuft unter dem Titel «konspiratives Brainstorming». Ich als alter Franke trinke aber lieber Bier. Ausserdem bin ich geizig und gönne Galle die Flasche nicht. Darum: Egal was kommt,  ich werde die Bude festhalten.Am Sonntag lief es mir nicht mehr so locker von der Hand. Es war extrem windig und zu Hause konnte jederzeit die Geburt meiner zweiten Tochter losgehen. Da war ich zeitweise mit dem Kopf nicht mehr bei der Sache. Montagabend kam ich dann gerade noch rechtzeitig zur Geburt von Jenny, doch es war wirklich knapp. Esther Babel hat eine nette kleine Geschichte darüber verfasst, ihr findet sie im IDM-<personname>News</personname>-Teil von MSa-online.Nach fünf Tagen Abwesenheit ist jetzt der Schreibtisch voll. Ab dem 11. April bin auf dem Lausitzring und mache den Instruktor beim Yamaha-R6-Dunlop-Cup. Anschliessend testen wir für den IDM-Auftakt, das wird das erste Zusammentreffen mit der IDM-Superbike-Konkurrenz.

 

 

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